Einem reichen Manne, dem wurde seine Frau krank, und als sie fühlte, daß ihr Ende herankam, rief...
Der Froschkönig, Originaltext, Bedeutung & Analyse
Das Wichtigste in Kürze
Das erste Märchen der Brüder Grimm endet nicht mit einem Kuss, sondern mit einem Wutausbruch.
- → Kein Kuss bei Grimm: Die Königstochter wirft den Frosch an die Wand. Erst dieser Wurf erlöst ihn. Der Kuss stammt aus späteren Bearbeitungen.
- → KHM 1 seit 1812: Der Froschkönig eröffnet die Sammlung in allen Auflagen. Die Grimms hielten ihn für eines der ältesten und schönsten Märchen überhaupt.
- → Drei Fassungen, ein anderer Text: Zwischen Handschrift 1810, Erstdruck 1812 und Ausgabe letzter Hand 1857 hat Wilhelm Grimm das Märchen moralisch aufgeladen und erotische Andeutungen getilgt.
- → ATU 440: Der internationale Märchentyp trägt den Namen dieses Grimm-Textes und gehört zur großen Familie der Tierbräutigam-Erzählungen.
- → Zwei Märchen in einem: Nach der Verwandlung folgt mit dem eisernen Heinrich eine zweite Geschichte über Treue und Schmerz, die im Titel gleichberechtigt steht.
Inhalt
- Der Froschkönig: Originaltext der Brüder Grimm
- 1810, 1812, 1857: Wie das Märchen umgeschrieben wurde
- Herkunft, Gewährsleute und ATU 440
- Sprache und Stil
- Aufbau und Handlungslogik
- Die Figuren
- Symbole im Froschkönig und ihre Bedeutung
- Tiefenpsychologische Deutung
- Verwandte Märchen in Europa
- Gegen den Strich gelesen: Gehorsam, Wut und Vaterwille
- Woher kommt der Kuss? Rezeption und Verfilmungen
- Für Schule und Unterricht
- Häufige Fragen
Der Froschkönig: Originaltext der Brüder Grimm
Hier steht das Märchen in der Fassung der Ausgabe letzter Hand von 1857, also in der Form, in der es bis heute gelesen und vorgelesen wird. Wer wissen will, wie anders der Text 1812 klang, findet den Vergleich im nächsten Abschnitt.

In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön, aber die jüngste war so schön, daß die Sonne selber, die doch so vieles gesehen hat, sich verwunderte, sooft sie ihr ins Gesicht schien. Nahe bei dem Schlosse des Königs lag ein großer dunkler Wald, und in dem Walde unter einer alten Linde war ein Brunnen; wenn nun der Tag sehr heiß war, so ging das Königskind hinaus in den Wald und setzte sich an den Rand des kühlen Brunnens: und wenn sie Langeweile hatte, so nahm sie eine goldene Kugel, warf sie in die Höhe und fing sie wieder; und das war ihr liebstes Spielwerk.
Nun trug es sich einmal zu, daß die goldene Kugel der Königstochter nicht in ihr Händchen fiel, das sie in die Höhe gehalten hatte, sondern vorbei auf die Erde schlug und geradezu ins Wasser hineinrollte. Die Königstochter folgte ihr mit den Augen nach, aber die Kugel verschwand, und der Brunnen war tief, so tief, daß man keinen Grund sah. Da fing sie an zu weinen und weinte immer lauter und konnte sich gar nicht trösten. Und wie sie so klagte, rief ihr jemand zu „was hast du vor, Königstochter, du schreist ja daß sich ein Stein erbarmen möchte.“ Sie sah sich um, woher die Stimme käme, da erblickte sie einen Frosch, der seinen dicken häßlichen Kopf aus dem Wasser streckte. „Ach, du bists, alter Wasserpatscher,“ sagte sie, „ich weine über meine goldene Kugel, die mir in den Brunnen hinabgefallen ist.“ „Sei still und weine nicht,“ antwortete der Frosch, „ich kann wohl Rat schaffen, aber was gibst du mir, wenn ich dein Spielwerk wieder heraufhole?“ „Was du haben willst, lieber Frosch,“ sagte sie, „meine Kleider, meine Perlen und Edelsteine, auch noch die goldene Krone, die ich trage.“ Der Frosch antwortete „deine Kleider, deine Perlen und Edelsteine und deine goldene Krone, die mag ich nicht: aber wenn du mich lieb haben willst, und ich soll dein Geselle und Spielkamerad sein, an deinem Tischlein neben dir sitzen, von deinem goldenen Tellerlein essen, aus deinem Becherlein trinken, in deinem Bettlein schlafen: wenn du mir das versprichst, so will ich hinuntersteigen und dir die goldene Kugel wieder heraufholen.“ „Ach ja,“ sagte sie, „ich verspreche dir alles, was du willst, wenn du mir nur die Kugel wiederbringst.“ Sie dachte aber „was der einfältige Frosch schwätzt, der sitzt im Wasser bei seinesgleichen und quakt, und kann keines Menschen Geselle sein.“
Der Frosch, als er die Zusage erhalten hatte, tauchte seinen Kopf unter, sank hinab, und über ein Weilchen kam er wieder heraufgerudert; hatte die Kugel im Maul und warf sie ins Gras. Die Königstochter war voll Freude, als sie ihr schönes Spielwerk wieder erblickte, hob es auf und sprang damit fort. „Warte, warte,“ rief der Frosch, „nimm mich mit, ich kann nicht so laufen wie du.“ Aber was half ihm, daß er ihr sein quak quak so laut nachschrie, als er konnte! Sie hörte nicht darauf, eilte nach Haus und hatte bald den armen Frosch vergessen, der wieder in seinen Brunnen hinabsteigen mußte.
Am andern Tage, als sie mit dem König und allen Hofleuten sich zur Tafel gesetzt hatte und von ihrem goldenen Tellerlein aß, da kam, plitsch platsch, plitsch platsch, etwas die Marmortreppe heraufgekrochen, und als es oben angelangt war, klopfte es an der Tür und rief „Königstochter, jüngste, mach mir auf.“ Sie lief und wollte sehen, wer draußen wäre, als sie aber aufmachte, so saß der Frosch davor. Da warf sie die Tür hastig zu, setzte sich wieder an den Tisch, und war ihr ganz angst. Der König sah wohl, daß ihr das Herz gewaltig klopfte, und sprach „mein Kind, was fürchtest du dich, steht etwa ein Riese vor der Tür und will dich holen?“
„Ach nein,“ antwortete sie, „es ist kein Riese, sondern ein garstiger Frosch.“ „Was will der Frosch von dir?“ „Ach lieber Vater, als ich gestern im Wald bei dem Brunnen saß und spielte, da fiel meine goldene Kugel ins Wasser. Und weil ich so weinte, hat sie der Frosch wieder heraufgeholt, und weil er es durchaus verlangte, so versprach ich ihm, er sollte mein Geselle werden, ich dachte aber nimmermehr, daß er aus seinem Wasser heraus könnte. Nun ist er draußen und will zu mir herein.“ Indem klopfte es zum zweitenmal und rief
„Königstochter, jüngste,
mach mir auf,
weißt du nicht, was gestern
du zu mir gesagt
bei dem kühlen Brunnenwasser?
Königstochter, jüngste,
mach mir auf.“
Da sagte der König „was du versprochen hast, das mußt du auch halten; geh nur und mach ihm auf.“ Sie ging und öffnete die Türe, da hüpfte der Frosch herein, ihr immer auf dem Fuße nach, bis zu ihrem Stuhl. Da saß er und rief „heb mich herauf zu dir.“ Sie zauderte, bis es endlich der König befahl. Als der Frosch erst auf dem Stuhl war, wollte er auf den Tisch, und als er da saß, sprach er „nun schieb mir dein goldenes Tellerlein näher, damit wir zusammen essen.“ Das tat sie zwar, aber man sah wohl, daß sies nicht gerne tat. Der Frosch ließ sichs gut schmecken, aber ihr blieb fast jedes Bißlein im Halse. Endlich sprach er „Ich habe mich satt gegessen und bin müde, nun trag mich in dein Kämmerlein und mach dein seiden Bettlein zurecht, da wollen wir uns schlafen legen.“ Die Königstochter fing an zu weinen und fürchtete sich vor dem kalten Frosch, den sie nicht anzurühren getraute, und der nun in ihrem schönen reinen Bettlein schlafen sollte. Der König aber ward zornig und sprach „wer dir geholfen hat, als du in der Not warst, den sollst du hernach nicht verachten.“ Da packte sie ihn mit zwei Fingern, trug ihn hinauf und setzte ihn in eine Ecke. Als sie aber im Bette lag, kam er gekrochen und sprach „Ich bin müde, ich will schlafen so gut wie du: heb mich herauf, oder ich sags deinem Vater.“ Da ward sie erst bitterböse, holte ihn herauf und warf ihn aus allen Kräften wider die Wand, „nun wirst du Ruhe haben, du garstiger Frosch.“
Als er aber herabfiel, war er kein Frosch, sondern ein Königssohn mit schönen freundlichen Augen. Der war nun nach ihres Vaters Willen ihr lieber Geselle und Gemahl. Da erzählte er ihr, er wäre von einer bösen Hexe verwünscht worden, und niemand hätte ihn aus dem Brunnen erlösen können als sie allein, und morgen wollten sie zusammen in sein Reich gehen. Dann schliefen sie ein, und am andern Morgen, als die Sonne sie aufweckte, kam ein Wagen herangefahren mit acht weißen Pferden bespannt, die hatten weiße Straußfedern auf dem Kopf und gingen in goldenen Ketten, und hinten stand der Diener des jungen Königs, das war der treue Heinrich.
Der treue Heinrich hatte sich so betrübt, als sein Herr war in einen Frosch verwandelt worden, daß er drei eiserne Bande hatte um sein Herz legen lassen, damit es ihm nicht vor Weh und Traurigkeit zerspränge. Der Wagen aber sollte den jungen König in sein Reich abholen; der treue Heinrich hob beide hinein, stellte sich wieder hinten auf und war voller Freude über die Erlösung. Und als sie ein Stück Wegs gefahren waren, hörte der Königssohn, daß es hinter ihm krachte, als wäre etwas zerbrochen. Da drehte er sich um und rief
„Heinrich, der Wagen bricht.“
„Nein, Herr, der Wagen nicht,
es ist ein Band von meinem Herzen,
das da lag in großen Schmerzen,
als Ihr in dem Brunnen saßt,
als Ihr eine Fretsche (Frosch) wast (wart).“
Noch einmal und noch einmal krachte es auf dem Weg, und der Königssohn meinte immer, der Wagen bräche, und es waren doch nur die Bande, die vom Herzen des treuen Heinrich absprangen, weil sein Herr erlöst und glücklich war.
Quelle: Jacob und Wilhelm Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Nr. 1, Ausgabe letzter Hand, Göttingen 1857, Bd. 1, S. 1–5. Rechtschreibung behutsam modernisiert.
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1810, 1812, 1857: Wie das Märchen umgeschrieben wurde
Den Froschkönig, den wir kennen, gibt es erst seit 1857. Davor existierten zwei deutlich andere Texte. Der älteste liegt in der sogenannten Ölenberger Handschrift von 1810 vor, der handschriftlichen Urfassung der Sammlung, die die Brüder Grimm an Clemens Brentano schickten. Heinz Rölleke hat sie 1975 zusammen mit den Erstdrucken von 1812 als Synopse herausgegeben. Dort steht das Märchen als Nr. 25, in Wilhelm Grimms Handschrift und als knappe Skizze.
Für den Erstdruck von 1812 baute Wilhelm diese Skizze zu einer Erzählung aus. Danach hörte er nicht auf. Über sieben Auflagen der Großen Ausgabe hinweg, 45 Jahre lang, feilte er am ersten Märchen der Sammlung, das wie kein anderes als Visitenkarte des Projekts funktionieren sollte. Der Lausanner Literaturwissenschaftler Cyrille François hat diese Textgeschichte 2018 nachgezeichnet: Die Grimms betonten von Auflage zu Auflage die moralische Dimension, verstärkten den kindlichen Ton und strichen sexuelle Anspielungen.
Wie weit das geht, zeigt schon der erste Satz. 1812 beginnt das Märchen nüchtern: Es war einmal eine Königstochter, die in den Wald ging und sich an einen kühlen Brunnen setzte. 1857 steht dort die berühmte Formel von den alten Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hat, dazu eine Sonne, die sich über die Schönheit der jüngsten Tochter wundert. Aus einem Märchenanfang ist ein Programm geworden. Die Formel verlegt die Geschichte in eine Vorzeit, in der Wunsch und Wirklichkeit noch nicht getrennt waren, und sie steht seither wie ein Motto über der gesamten Sammlung.
| Stelle | Erstausgabe 1812 | Ausgabe letzter Hand 1857 |
|---|---|---|
| Anfang | Eine Königstochter geht in den Wald zum Brunnen. | Eingangsformel vom Wünschen, Sonne, dunkler Wald, alte Linde. |
| Forderung des Frosches | Geselle sein, vom Teller essen, im Bett schlafen, und sie soll ihn „werth und lieb haben“. | Liste wird länger und verkleinert: Tischlein, Tellerlein, Becherlein, Bettlein. Dazu der „Spielkamerad“. |
| Der Vater | Befiehlt bei seiner Ungnade, das Versprechen zu halten. | Spricht eine Maxime: Wer dir in der Not geholfen hat, den sollst du nicht verachten. |
| Der Wurf | Sie wirft ihn sofort an die Wand, „statt ihn neben sich zu legen“. | Erst setzt sie ihn in die Ecke. Sie wirft ihn, nachdem er droht, es dem Vater zu sagen. |
| Nach der Verwandlung | Sie hält ihn wert, wie versprochen, und beide schlafen „vergnügt zusammen ein“. | Er wird „nach ihres Vaters Willen“ ihr Gemahl. Eine böse Hexe wird als Urheberin des Zaubers nachgeliefert. |
| Heinrich | Weitgehend gleich, knapper erzählt. | Weiße Pferde mit Straußfedern, goldene Ketten. Heinrich hebt das Paar in den Wagen. |
Die Tabelle zeigt eine Richtung. Was 1812 noch zwischen zwei Figuren geschieht, wird 1857 durch den Vater gerahmt. Er begründet die Pflicht mit einem Lehrsatz, und er segnet am Ende die Ehe ab. Die Zeile, in der Prinz und Königstochter vergnügt zusammen einschlafen, verschwindet. An ihre Stelle tritt eine Heirat. Wer 1812 neben 1857 liest, sieht einem Herausgeber dabei zu, wie er ein erotisches Märchen in ein Erziehungsmärchen verwandelt, ohne die Handlung anzutasten.
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Herkunft, Gewährsleute und ATU 440
Wer den Grimms den Froschkönig erzählt hat, lässt sich nicht sicher sagen. Hans-Jörg Uther hält in seinem Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen fest, dass die Rohfassung von 1810 nicht eindeutig zuzuordnen ist, und nennt die Familie Wild als wahrscheinliche Quelle. Die Wilds waren Apothekersleute in Kassel. Ihre Tochter Dortchen heiratete 1825 Wilhelm Grimm, ihre Schwestern lieferten zahlreiche Texte der Sammlung.
Die Brüder selbst ließen keinen Zweifel am Rang dieses Stoffes. Im Anhang der Erstausgabe von 1812 nennen sie ihn eines der allerältesten und schönsten Märchen. Dass er die Sammlung eröffnet, in der Großen Ausgabe ebenso wie in der Kleinen Ausgabe von 1825, ist deshalb mehr als Zufall. Eine ausdrückliche Begründung für die Platzierung haben sie nicht hinterlassen.
1815 nahmen die Grimms im zweiten Band eine weitere hessische Variante auf, Der Froschprinz. Sie fiel in späteren Auflagen wieder heraus. Ebenfalls 1812 meldete Jacob seinem Bruder in einem Brief, er habe das Volksmärchen vom Froschprinzen in einem schottischen Buch gefunden. Gemeint ist die Erzählung vom Brunnen am Ende der Welt. Auch dort fordert ein Frosch Einlass, Essen und Bett. Für die Grimms war der Fund ein Beleg dafür, dass sie einen alten und weit verbreiteten Stoff vor sich hatten.
Wusstest du?
Das Wort „Froschkönig“ im Titel ist älter als die Grimm-Sammlung. Es findet sich bereits in Georg Rollenhagens Tierepos Froschmeuseler von 1595, einem satirischen Krieg zwischen Fröschen und Mäusen. Cyrille François liest den Titelbegriff als Verweis der Grimms auf diese Tradition.
Im internationalen Typenkatalog, den Hans-Jörg Uther 2004 aus den Verzeichnissen von Antti Aarne und Stith Thompson weiterentwickelt hat, trägt der Stoff die Nummer ATU 440 und den Namen des Grimm-Märchens. Er gehört zur Gruppe der Erzählungen vom übernatürlichen oder verzauberten Ehepartner. Lutz Röhrich und der niederländische Erzählforscher Jurjen van der Kooi haben beobachtet, dass sich die mündlich aufgezeichneten Varianten auf ein nördliches Kerngebiet konzentrieren: Deutschland, die Niederlande, Belgien, Skandinavien, Finnland, dazu Großbritannien und Irland. Uther geht noch weiter und hält viele spätere Volksfassungen für abhängig vom Grimm-Text selbst. Der Froschkönig wäre damit ein Märchen, das die Grimms nicht nur aufgeschrieben, sondern in die mündliche Überlieferung zurückgespielt haben.
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Sprache und Stil
Kaum ein Grimm-Text zeigt Wilhelms Märchenton so deutlich wie dieser. Am auffälligsten sind die Verkleinerungsformen. Der Frosch will an ihrem Tischlein sitzen, vom Tellerlein essen, aus dem Becherlein trinken, im Bettlein schlafen. Die Diminutive klingen kindlich, und genau darin liegt ihre Doppelbödigkeit. Sie verniedlichen eine Forderung, die auf Bett und Körper zielt. Die Königstochter hat zudem ein „Händchen“, isst ein „Bißlein“ und bewohnt ein „Kämmerlein“. Je näher der Frosch ihr kommt, desto kleiner wird die Welt, die der Text beschreibt.
Daneben steht eine bewusst mündliche Klangschicht. Das „plitsch platsch“ auf der Marmortreppe ahmt das Geräusch nasser Froschfüße nach, das „quak quak“ gibt dem Tier eine Stimme, die die Königstochter überhört. Beide Verse des Märchens, das Klopflied des Frosches und Heinrichs Antwort, sind rhythmisch gebaut und leicht zu behalten. Heinrichs Verse reimen paarweise, Herzen auf Schmerzen, saßt auf wast.
Fretsche und wast: Spuren von Mundart
Mitten in der Hochsprache steht ein Dialektwort. Heinrich sagt „Fretsche“ für Frosch und „wast“ für wart. Die Grimms übersetzen beides in Klammern gleich mit. Sie hätten die Formen glätten können, haben es über alle Auflagen hinweg aber nicht getan. Die Stelle funktioniert als Echtheitssiegel. Sie soll zeigen, dass dieser Text aus dem Mund des Volkes stammt, auch wenn der Rest der Erzählung längst Wilhelms Schreibtisch durchlaufen hat.
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Aufbau und Handlungslogik
Der Froschkönig besteht aus zwei Geschichten, die nur lose verbunden sind. Die erste erzählt von einem Versprechen und seiner Einlösung, die zweite von Heinrichs Herz. Der Doppeltitel Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich nimmt diese Zweiteilung ernst. Die eigentliche Erlösungshandlung folgt einer straffen Kausalkette:
- 1Die goldene Kugel fällt in den Brunnen. Das Spielzeug ist verloren, das Kind ist ratlos.
- 2Der Frosch lehnt Schmuck und Krone ab und verlangt Nähe. Sie verspricht alles, ohne es zu meinen.
- 3Sie bricht das Versprechen und läuft davon.
- 4Der Frosch erscheint am Hof. Der Vater zwingt sie, ihm Stück für Stück nachzugeben: Tür, Stuhl, Tisch, Teller.
- 5Im Schlafzimmer droht der Frosch mit dem Vater. Sie wirft ihn an die Wand.
- 6Der Frosch wird zum Königssohn. Heirat, Aufbruch in sein Reich.
- 7Auf der Fahrt springen nacheinander drei eiserne Bänder von Heinrichs Herz.
Die Kette hat eine Bruchstelle. Schritt 5 folgt nicht aus Schritt 4. Nach der Logik des Gehorsams müsste die Erlösung kommen, wenn die Königstochter das Versprechen endlich vollständig erfüllt. Sie kommt aber in dem Moment, in dem sie es endgültig verweigert. Die Handlung belohnt den Regelbruch. Dass Wilhelm Grimm diesen Widerspruch in 45 Jahren Überarbeitung nicht aufgelöst hat, spricht dafür, dass er ihn nicht auflösen konnte, ohne den Kern des Stoffes zu zerstören.
Die Dreizahl
Das Märchen arbeitet mit der Dreizahl, aber nicht schematisch. Der Frosch klopft zweimal an die Tür, dann folgen drei Stufen der Annäherung: Tisch, Teller, Bett. Am Schluss springen drei Bänder, das erste durch Heinrichs Rede kommentiert, die beiden anderen nur noch als Geräusch. Die Wiederholung beschleunigt das Ende, statt es zu dehnen.
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Die Figuren
Die Königstochter
Sie ist die jüngste und schönste Tochter, und sie ist ein Kind. Ihr liebstes Spielwerk ist eine Kugel, sie weint so laut, dass sich ein Stein erbarmen möchte, sie verspricht leichtfertig und vergisst schnell. Der Text verurteilt sie dafür nicht. Er zeigt eine Figur, die zwischen zwei Lebensaltern steht: zu alt für das Spiel am Brunnen allein, zu jung für das, was der Frosch verlangt. Ihre Gefühle sind durchgehend körperlich beschrieben. Das Herz klopft gewaltig, der Bissen bleibt im Hals stecken, sie traut sich nicht, das kalte Tier anzufassen. Am Ende steht kein Mut im heldischen Sinn, sondern Wut.
Der Frosch
Der Frosch gehört zu den hartnäckigsten Bittstellern der Grimm-Märchen. Er verzichtet auf Reichtum und will Teilhabe, und er gibt nicht auf, als man ihm die Tür vor der Nase zuschlägt. Seine Mittel sind höflich und unerbittlich zugleich: ein Lied an der Tür, die Erinnerung an das gegebene Wort, schließlich die Drohung mit dem Vater. In der Fassung von 1857 erhält er zusätzlich eine Vorgeschichte, die böse Hexe. Sie entlastet ihn moralisch. Er war nie wirklich ein Frosch, und er wollte nie wirklich etwas Unziemliches.
Der König
Der Vater ist die Instanz, die das Versprechen in Gesetz verwandelt. Er fragt zunächst besorgt nach Riesen vor der Tür und wird dann zum Vollstrecker. Sein Gewicht wächst von Auflage zu Auflage. 1812 droht er mit Ungnade, 1857 formuliert er eine allgemeine Sittenlehre und bestimmt am Ende die Ehe. Er ist die Figur, an der man Wilhelm Grimms Bearbeitung am deutlichsten ablesen kann.
Der treue Heinrich
Heinrich hat nur einen Auftritt, aber er ist die emotionalste Figur des Märchens. Er hat seinen Schmerz so ernst genommen, dass er ihn mit Eisen bändigen musste. Während das junge Paar am Ende nüchtern in sein Reich fährt, bricht nur bei ihm etwas auf. Heinrich verkörpert eine Treue, die keine Bedingungen stellt, und damit das Gegenmodell zum Versprechen der Königstochter, das nur unter Zwang gehalten wird.
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Symbole im Froschkönig und ihre Bedeutung
| Symbol | Im Text | Deutung |
|---|---|---|
| Goldene Kugel | Liebstes Spielwerk, fällt in die Tiefe | Kindheit als geschlossene, vollkommene Welt. Ihr Verlust setzt die Entwicklung in Gang. |
| Brunnen | So tief, dass man keinen Grund sieht | Schwelle zu einer anderen Welt, wie in Frau Holle. Tiefenpsychologisch: Zugang zum Unbewussten. |
| Frosch | Kalt, nass, hässlich, hartnäckig | Wesen zwischen Wasser und Land, Bild für Verwandlung. Steht für das, was abstößt, solange man es nicht kennt. |
| Tisch, Teller, Bett | Stufen der Forderung | Wachsende Intimität, von der Tischgemeinschaft bis zur Ehe. |
| Die Wand | „aus allen Kräften wider die Wand“ | Grenze, die gezogen wird. Die Verwandlung geschieht genau an ihr. |
| Eiserne Bänder | Drei Bänder um Heinrichs Herz | Unterdrückter Schmerz, der den Körper zusammenhalten muss. Ihr Bersten ist Befreiung. |
| Acht weiße Pferde | Mit Straußfedern und goldenen Ketten | Prunk der Ankunft, Zeichen der wiederhergestellten Ordnung. 1857 noch prächtiger ausgemalt als 1812. |
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Tiefenpsychologische Deutung
Bettelheim: Ekel, der Zeit braucht
Bruno Bettelheim behandelt den Froschkönig in Kinder brauchen Märchen (1976) im Zusammenhang der Tierbräutigam-Märchen. Für ihn erzählt die Geschichte davon, wie ein Kind sich der Sexualität nähert: zunächst mit Ekel, dann Schritt für Schritt. Der Frosch kommt nicht sofort ins Bett, er rückt vom Stuhl auf den Tisch und vom Tisch an den Teller. Bettelheim liest diese Stufen als Entwicklung, die nicht übersprungen werden kann. Der Ekel der Königstochter wird im Märchen nicht beschämt. Er gehört dazu und darf so lange bleiben, bis er sich von selbst verwandelt.
Man muss Bettelheims Freudschen Rahmen nicht teilen, um die Beobachtung überzeugend zu finden. Das Märchen nimmt die Abwehr ernst. Es zeigt eine Figur, die nicht bereit ist, und es lässt sie am Ende nicht nachgeben, sondern sich wehren. In dieser Lesart ist der Vater die fordernde Stimme des Gewissens, die auf dem gegebenen Wort besteht, und der Wurf an die Wand ist der Augenblick, in dem das Ich eine eigene Grenze zieht. Erst danach erscheint das Gegenüber in menschlicher Gestalt.
Wer dir geholfen hat, als du in der Not warst, den sollst du hernach nicht verachten.
Der König im Froschkönig, Ausgabe letzter Hand 1857. In der Erstausgabe 1812 fehlt dieser Satz.
Jungianisch gelesen: Brunnen und Schatten
In der Tradition C.G. Jungs liegt eine andere Akzentsetzung nahe. Der Brunnen unter der Linde ist ein Ort, an dem die Oberfläche des Bewusstseins aufreißt. Die goldene Kugel, rund und kostbar, lässt sich als Bild einer kindlichen Ganzheit lesen, die verloren gehen muss, damit etwas Neues entstehen kann. Was aus der Tiefe heraufkommt, ist zunächst hässlich und kalt: ein Schattenanteil, den die Königstochter nicht als zu sich gehörig erkennen will. Marie-Louise von Franz hat in Shadow and Evil in Fairy Tales (1974) allgemein beschrieben, wie Märchen die Begegnung mit abgewehrten Anteilen inszenieren. Der Froschkönig führt diese Begegnung nicht als Versöhnung vor. Die Verwandlung geschieht durch einen heftigen Zusammenstoß.
Aus dieser Sicht ist auch Heinrich mehr als ein Nachspiel. Seine eisernen Bänder zeigen, was es kostet, Gefühle über lange Zeit festzuhalten. Die Königstochter hat ihren Widerwillen hinuntergeschluckt, Heinrich seinen Schmerz. Beide lösen sich am Ende mit einem Knall.
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Verwandte Märchen in Europa
Bei Charles Perrault gibt es keinen Froschkönig, und auch Giambattista Basiles Pentamerone kennt keine direkte Entsprechung. Verwandt ist der Stoff mit der großen Gruppe der Tierbräutigam-Erzählungen, zu der auch Die Schöne und das Biest gehört. Jeanne-Marie Leprince de Beaumont hat ihre Fassung 1756 veröffentlicht. Der Vergleich zeigt den Unterschied deutlich. Die Schöne erlöst das Biest durch Mitleid und das Bekenntnis ihrer Liebe. Die Königstochter erlöst den Frosch durch Abscheu und Gewalt.
Innerhalb der Grimm-Sammlung gehören Hans mein Igel (KHM 108) und Das singende springende Löweneckerchen (KHM 88) zur selben Familie. Eine andere Verwandtschaft besteht zu König Drosselbart (KHM 52). Auch dort steht eine stolze Königstochter einem Vater gegenüber, der über ihre Ehe entscheidet. Während Drosselbart die Prinzessin durch Demütigung erzieht, verläuft der Froschkönig anders herum: Hier setzt sich die Tochter gegen den Bewerber durch, und das bringt die Lösung.
Die schottische Parallele, die Jacob Grimm 1812 so begeisterte, setzt einen anderen Akzent. Dort schickt eine Stiefmutter das Mädchen mit einem Sieb zum Brunnen am Ende der Welt, und der Frosch hilft ihr bei einer unmöglichen Aufgabe. Die Erlösung erfolgt in dieser Überlieferung nicht durch einen Wurf, sondern durch Enthauptung auf Wunsch des Frosches. Das Motiv der gewaltsamen Entzauberung teilen beide Erzählungen.
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Gegen den Strich gelesen: Gehorsam, Wut und Vaterwille
Jack Zipes hat in Fairy Tales and the Art of Subversion (1983) gezeigt, wie die Grimms ihre Märchen auf ein bürgerliches Publikum zuschnitten, mit fleißigen, gehorsamen, zurückhaltenden Mädchenfiguren. Der Froschkönig passt in dieses Bild zunächst gut. Ein Vater erzieht seine Tochter zur Pflicht, die Tochter fügt sich. Die Textgeschichte zeigt, dass Wilhelm Grimm genau in diese Richtung gearbeitet hat.
Und doch widersetzt sich das Märchen der eigenen Moral. Die Pointe bleibt in jeder Fassung stehen: Belohnt wird nicht die gehorsame Tochter, sondern die zornige. Gerade die Fassung von 1857 schärft diesen Zug ungewollt. Erst hier droht der Frosch, sich beim Vater zu beschweren, und erst hier wird der Wurf zur Antwort auf eine Erpressung. Die Königstochter wehrt sich gegen ein Bündnis zwischen dem Bewerber und der väterlichen Autorität, und genau dieser Widerstand löst den Zauber.
Ein Rest von Fremdbestimmung bleibt. Der Satz, der Königssohn sei „nach ihres Vaters Willen“ ihr Gemahl geworden, stellt die Ordnung sofort wieder her. Die Tochter hat sich ihren eigenen Raum erkämpft, und im nächsten Satz wird sie verheiratet. Der Froschkönig ist deshalb kein emanzipatorisches Märchen. Er ist ein Märchen, in dem man dem Bearbeiter beim Kampf mit seinem Stoff zusehen kann, und der Stoff gewinnt an der entscheidenden Stelle.
Dazu kommt eine Beobachtung, die selten gemacht wird. Auch der Prinz muss sich verwandeln, und das nicht nur äußerlich. Der Bittsteller, der sich mit Liedern, Erinnerungen und Drohungen in Bett und Leben einer anderen drängt, ist nicht die Figur, die am Ende geheiratet wird. Erst die Zurückweisung macht aus ihm einen Königssohn mit freundlichen Augen.
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Woher kommt der Kuss? Rezeption und Verfilmungen
Die meisten Menschen, die heute an den Froschkönig denken, denken an einen Kuss. In keiner Grimm-Fassung kommt einer vor. Wann und wo der Kuss den Wurf ersetzt hat, ist nicht eindeutig geklärt. Er hat sich über Bilderbücher, Nacherzählungen und Filme durchgesetzt, und er verändert die Geschichte grundlegend. Aus der Grenzziehung wird eine Liebesgabe, aus der wütenden Tochter eine gefällige.
Auf diesem Missverständnis baut ein großer Teil der modernen Rezeption auf. Die Redensart, man müsse viele Frösche küssen, bevor man einen Prinzen findet, geht auf die gekusste Fassung zurück. Disneys Film Küss den Frosch (2009) trägt sie schon im deutschen Titel und lässt die Verwandlung zunächst in die falsche Richtung laufen: Die Heldin wird selbst zum Frosch.
Näher am Grimm-Text bleibt die DEFA. Walter Becks Spielfilm Froschkönig (1987) behält den Wurf an die Wand, erzählt aber weiter. Weil die Prinzessin ihr Versprechen gebrochen hat, verlässt der verwandelte Prinz sie, und sie muss sich, als Junge verkleidet, ihr Glück an seinem Hof erst erarbeiten. Ein Jahr zuvor hatte Sieglinde Hamacher im DEFA-Trickfilmstudio Dresden den Kurzfilm Die Wahrheit um den Froschkönig gedreht, in dem eine Prinzessin einen Frosch nach dem anderen an die Wand wirft und jeder Prinz enttäuscht.
In der Literatur haben vor allem Umschreibungen die Leerstellen des Märchens genutzt. Die amerikanische Lyrikerin Anne Sexton nahm The Frog Prince 1971 in ihren Gedichtband Transformations auf, eine bitterböse Neuerzählung von Grimm-Märchen aus erwachsener Perspektive. Janosch drehte in seinen Grimm-Parodien die Rollen um: Bei ihm verliert der Froschprinz die Kugel, und das Mädchen folgt ihm bis auf den Grund des Sees.
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Für Schule und Unterricht
Für Schule und Unterricht · Klasse 6–13
- → Klasse 6–7: Sammle alle Verkleinerungsformen im Text (Tellerlein, Bettlein …). Schreibe die Forderung des Frosches ohne Verkleinerungen um. Wie verändert sich die Wirkung?
- → Klasse 8–9: Viele glauben, die Prinzessin küsse den Frosch. Belege am Text, was wirklich geschieht, und erkläre, warum der Kuss die Geschichte verändert.
- → Klasse 10–11: Vergleiche das Ende der Fassungen von 1812 und 1857 anhand der Tabelle oben. Welche Rolle spielt der Vater jeweils? Formuliere eine These zu Wilhelm Grimms Bearbeitungsabsicht.
- → Klasse 12–13: Stelle Bettelheims entwicklungspsychologische Deutung einer feministischen Lesart gegenüber. Welche Textstellen stützt die eine, welche die andere? Beziehe Anne Sextons The Frog Prince als moderne Antwort ein.
Für Seminar und Hausarbeit
Primärtext: Jacob und Wilhelm Grimm, Kinder- und Hausmärchen (KHM 1), hg. von Heinz Rölleke, Reclam (3 Bde.) · Heinz Rölleke (Hg.), Die älteste Märchensammlung der Brüder Grimm. Synopse der handschriftlichen Urfassung von 1810 und der Erstdrucke von 1812, Cologny-Genève 1975 · Jack Zipes (Übers.), The Original Folk and Fairy Tales of the Brothers Grimm (2014), englische Übersetzung der Erstausgabe
Textgeschichte: Hans-Jörg Uther, Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm (2008, 2. Aufl. 2013) · Hans-Jörg Uther, The Types of International Folktales (2004), Typ ATU 440 · Cyrille François, „Le Roi-grenouille ou Henri-de-fer et l’histoire éditoriale des KHM“, in: Ondina/Ondine 1 (2018), S. 24–40
Zum Froschkönig: Lutz Röhrich, „Der Froschkönig“, in: Wilhelm Solms (Hg.), Das selbstverständliche Wunder. Beiträge germanistischer Märchenforschung, Marburg 1986 · Lutz Röhrich, Märchen und Wirklichkeit (1956)
Tiefenpsychologie: Bruno Bettelheim, Kinder brauchen Märchen (1976) · Marie-Louise von Franz, Shadow and Evil in Fairy Tales (1974) · C.G. Jung, Die Archetypen und das kollektive Unbewusste (1954)
Gesellschaft und Feminismus: Jack Zipes, Fairy Tales and the Art of Subversion (1983) · Anne Sexton, Transformations (1971) · Vergleichstext: Jeanne-Marie Leprince de Beaumont, La Belle et la Bête (1756)
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Häufige Fragen zum Froschkönig
Originaltext nach: Jacob und Wilhelm Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Nr. 1. Ausgabe letzter Hand, Göttingen: Dieterich 1857, Bd. 1, S. 1–5, Rechtschreibung behutsam modernisiert. Vergleichsfassung 1812 nach der Erstausgabe der Kinder- und Hausmärchen, Berlin 1812, Bd. 1, Nr. 1.