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Clickbait im Mittelalter: Wie die Brüder Grimm Neugier weckten

Clickbait im Mittelalter: Wie die Brüder Grimm Neugier weckten
17:43

Das Wichtigste in Kürze

  • Redaktion statt Erfindung: Jacob und Wilhelm Grimm wählten Titel, kürzten, verschärften und milderten Texte, ganz ähnlich wie eine moderne Redaktion Überschriften optimiert.
  • Namen als Markenentscheidung: Aschenputtel wurde bewusst gewählt, um sich vom bereits etablierten Titel Aschenbrödel abzugrenzen, einem Namen, der bis dahin gängige Übersetzungen von Perraults Cendrillon bezeichnete.
  • Trigger-Wörter des 19. Jahrhunderts: Gold, Teufel, Tod und Rätsel tauchen auffällig oft in Märchentiteln auf und aktivieren dieselben Grundmuster wie heutige Schlagzeilen.
  • Der Markt entschied mit: Die Erstausgabe von 1812 verkaufte sich schleppend, erst die überarbeitete Auflage von 1819 und vor allem die publikumsnahe Kleine Ausgabe von 1825 machten die Sammlung zum Bestseller.
  • Medienkompetenz von damals bis heute: Wer die drei Säulen des Clickbaits kennt, Wissenslücke, emotionale Superlative, direkte Ansprache, erkennt reißerische Aufmachung in jedem Jahrhundert.

Inhalt

  1. Du wirst nicht glauben, was im Wald geschah
  2. Der Grimm-Check: Titel als Verkaufsstrategie
  3. Vom Ladenhüter zum Bestseller: Die Auflagen als Redaktionskonferenz
  4. Clickbait heute verstehen: Die drei Säulen
  5. Wahrheit oder Clickbait? Ein Test für Kinder
  6. Für Schule und Medienbildung
  7. FAQ

Du wirst nicht glauben, was im Wald geschah

„Diese sieben Zwerge hassen diesen einen Trick der Königin!“ Oder: „Sie aß den Apfel, was dann geschah, schockiert alle.“ Solche Sätze wirken wie das Vokabular des heutigen Internets: reduziert auf einen Reiz, formuliert auf maximale Neugier, garniert mit einem Hauch Bedrohung. Tatsächlich ließe sich fast jedes bekannte Märchen so umschreiben, ohne dass der Kern der Geschichte verfälscht würde. Das ist kein Zufall.

Auch Jacob und Wilhelm Grimm mussten ihre Bücher verkaufen. Sie waren Gelehrte, aber sie waren auch auf ein zahlendes Publikum angewiesen, auf Verleger, die Honorare zahlten, und auf Rezensenten, deren Kritik darüber entschied, ob eine Sammlung als seriös oder als peinlich galt. In diesem Sinn waren sie frühe Redakteure eines Stoffs, der zuvor nur mündlich existierte: Sie wählten aus, was in die Sammlung aufgenommen wurde, sie entschieden, wie eine Geschichte betitelt wurde, und sie änderten Formulierungen zwischen den Auflagen, teils aus ästhetischen, teils aus ganz praktischen Gründen.

Dieser Artikel geht der These nach, dass sich in der Titelgebung und Editionsgeschichte der „Kinder- und Hausmärchen“ bereits Mechanismen finden, die wir heute unter dem Begriff Clickbait diskutieren. Wichtig ist dabei Genauigkeit: Nicht jede populäre Erzählung über die Grimms hält einer Überprüfung stand, und zwei Beispiele, die in diesem Zusammenhang häufig kursieren, werden im Folgenden korrigiert, weil die tatsächliche Textgeschichte sogar noch aufschlussreicher ist als die vereinfachte Version.

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Der Grimm-Check: Titel als Verkaufsstrategie

Aschenputtel gegen Aschenbrödel: eine bewusste Markenentscheidung

Ein beliebtes Beispiel für angebliche Titelkosmetik der Grimms lautet, aus einem schlichten Arbeitstitel sei das klangvolle „Aschenputtel“ entstanden. Belegen lässt sich das nicht. Was sich dagegen belegen lässt, ist noch interessanter: „Aschenbrödel“ war bereits vor den Grimms der geläufige deutsche Titel für Bearbeitungen von Charles Perraults „Cendrillon“, etwa in einer Übersetzung von rund 1760. Die Brüder Grimm entschieden sich stattdessen bewusst für die niederdeutsche Namensform „Aschenputtel“, offenbar um ihre hessische, mündlich überlieferte Fassung von den bereits kursierenden, französisch prägten Versionen abzugrenzen. Ludwig Bechstein wiederum übernahm für sein eigenes „Deutsches Märchenbuch“ später den Titel „Aschenbrödel“, was den Markenkonflikt zwischen den beiden größten Märchensammlungen des 19. Jahrhunderts bis in den Titel hinein sichtbar macht.

Das ist im Kern eine Positionierungsentscheidung, wie sie auch heute zwischen konkurrierenden Marken getroffen wird: ein eigener Name, um sich von einem bereits besetzten Begriff abzusetzen. Der Name selbst trägt zudem eine leicht abwertende Bedeutung, althochdeutsch etwa „geringfügiges, unreines Mägdlein“, wie die Grimms in ihren eigenen Anmerkungen festhielten, was den sozialen Abstieg der Heldin schon im Titel hörbar macht.

Der Herr Gevatter und der Gevatter Tod: zwei Geschichten, kein Rebranding

Ein zweites, oft kolportiertes Beispiel behauptet, aus „Der Herr Gevatter“ sei durch Zusatz des Wortes „Tod“ das reisserischere „Der Gevatter Tod“ geworden, weil sich Grusel besser verkaufe als Neutralität. Diese Erzählung ist so nicht korrekt: Es handelt sich um zwei eigenständige Märchen, KHM 42 und KHM 44, die beide bereits in der Erstausgabe von 1812 nebeneinander standen und bis heute nebeneinander stehen. Keines wurde aus dem anderen umbenannt.

Der eigentlich interessante Befund liegt woanders: Beide Texte verhandeln dasselbe Grundmotiv, einen armen Mann, der einen Paten für sein Kind sucht, aber sie wählen einen völlig unterschiedlichen erzählerischen Zugriff. „Der Herr Gevatter“ lässt die Identität des geheimnisvollen Fremden bis zum Schluss offen, der Text lebt von der ungelösten Frage, wer sich hinter dem Geschenk verbirgt. „Der Gevatter Tod“ dagegen benennt die Antwort bereits im Titel und verschiebt die Spannung auf eine andere Ebene: Nicht wer, sondern was der Tod als Pate mit dem Kind vorhat. Das eine Märchen arbeitet mit einer klassischen Wissenslücke, das andere mit einer direkten, fast plakativen Ansage. Beide Strategien kennt auch das moderne Überschriftenhandwerk: die rätselhafte Andeutung und die schockierende Direktheit.

Wusstest du?

Beide Gevatter-Märchen sind seit der ersten Auflage von 1812 Teil der Sammlung. „Der Herr Gevatter“ geht auf eine Erzählung von Amalie Hassenpflug zurück, „Der Gevatter Tod“ wurde unter anderem „aus Hessen“ von Marie Elisabeth Wild überliefert. Zwei verschiedene Gewährsleute, zwei verschiedene Titel, keine nachträgliche Umbenennung.

Die Trigger-Wörter des 19. Jahrhunderts

Auch wenn die beiden oben genannten Beispiele korrigiert werden müssen, bleibt die Grundbeobachtung richtig: Bestimmte Begriffe tauchen in Märchentiteln auffällig häufig auf, weil sie verlässlich Aufmerksamkeit auslösen. Sie funktionieren wie Keywords, lange bevor es Suchmaschinen gab.

Trigger-Wort Beispieltitel Wirkung
Gold Der goldene Vogel, Die goldene Gans, Der goldene Schlüssel Verheißung von Reichtum, sofortiger Statuswechsel
Teufel Der Teufel mit den drei goldenen Haaren, Bruder Lustig Faszination des Verbotenen, Grusel mit Augenzwinkern
Tod Der Gevatter Tod, Die Boten des Todes Unmittelbare Bedrohung, existenzielle Dringlichkeit
Rätsel Rumpelstilzchen, Die kluge Bauerntochter Wissenslücke, die zum Weiterlesen zwingt

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Vom Ladenhüter zum Bestseller: Die Auflagen als Redaktionskonferenz

Am 20. Dezember 1812 erschien der erste Band der „Kinder- und Hausmärchen“, 1815 folgte der zweite. Der Verkauf verlief vor allem beim zweiten Band schleppend, es kam sogar zu Unstimmigkeiten mit dem Verleger Georg Andreas Reimer über ausstehende Honorare. Die erste Fassung war streckenweise sperrig, enthielt derbe und erotisch anzügliche Passagen und wurde von Rezensenten kritisiert.

1819 reagierten die Brüder mit einer grundlegend überarbeiteten zweiten Auflage: Rund ein Viertel der Geschichten wurde gestrichen, fast die Hälfte der verbliebenen Märchen überarbeitet, oft um als anstößig empfundene Anspielungen zu entschärfen. Neue, publikumswirksame Texte kamen hinzu, darunter „Die Bremer Stadtmusikanten“, „Hans im Glück“ und „Tischlein deck dich“, allesamt Geschichten, die bis heute zum populären Grundbestand zählen. Der Sprachforscher Heinz Rölleke ordnet solche Änderungen ausdrücklich als Reaktion auf Kritik von Freunden und Rezensenten ein, nicht als freie künstlerische Setzung.

Den eigentlichen Durchbruch beim breiten Publikum brachte jedoch erst die 1825 erschienene, einbändige „Kleine Ausgabe“ mit nur 50 sorgfältig ausgewählten Märchen und Illustrationen von Ludwig Emil Grimm. Genau diese 50 Titel bilden bis heute den Kern dessen, was die meisten Menschen unter „den“ Grimm-Märchen verstehen. Wilhelm Grimm, der ab der zweiten Auflage das Sammeln und Überarbeiten allein übernahm, trug zudem systematisch sprichwörtliche Redensarten in spätere Fassungen ein, ein Verfahren, zu dem er sich im Vorwort zur sechsten Auflage von 1850 ausdrücklich bekannte. Solche Wendungen machten Texte einprägsamer und mundgerechter für das laute Vorlesen, ähnlich wie eine Redaktion heute Formulierungen auf Merkfähigkeit und Wiedererkennungswert optimiert.

Redaktion vor dem Algorithmus

Was ein Algorithmus heute in Echtzeit über Klickzahlen misst, erfuhren die Grimms über Rezensionen, Verkaufszahlen und persönliche Rückmeldungen, allerdings mit Verzögerung von Jahren statt Sekunden. Das Prinzip, auf Resonanz zu reagieren und Inhalte entsprechend anzupassen, ist jedoch dasselbe.

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Clickbait heute verstehen: Die drei Säulen

Reisserische Aufmachung folgt auch im digitalen Zeitalter erstaunlich wenigen Grundmustern. Wer diese drei Säulen kennt, erkennt Clickbait unabhängig vom Jahrhundert:

  1. 1
    Die Wissenslücke: Ein Titel wie „Das Geheimnis von...“ eröffnet eine Frage, ohne sie zu beantworten. Genau dieses Prinzip nutzt bereits „Der Herr Gevatter“, dessen Spannung einzig aus der verschwiegenen Identität des Fremden lebt.
  2. 2
    Emotionale Superlative: „Das Schrecklichste“, „die Schönste“. Märchentitel wie „Der Gevatter Tod“ oder „Der goldene Vogel“ arbeiten mit demselben Prinzip, indem sie ein Extrem bereits im Titel benennen.
  3. 3
    Direkte Ansprache: „Was du wissen musst...“. Im Märchen übernehmen oft Warnungen oder Verbote diese Funktion, etwa das Verbot, die Kammer mit dem Blaubart-Schlüssel zu betreten, das die Neugier der Hörenden direkt anspricht.

Der Spiegel in „Sneewittchen“ funktioniert wie ein früher News-Feed: Er liefert der Königin ausschließlich die extremste Nachricht, wer ist die Schönste im Land, und hält sie damit in einem Kreislauf aus Frage und Bestätigung gefangen.

Diese Beobachtung ist als Analogie gemeint, nicht als literaturwissenschaftlicher Befund: Der Spiegel ist ein magisches Erzählmittel, kein Algorithmus. Trotzdem zeigt der Vergleich anschaulich, wie ein Informationskanal, der immer nur zuspitzt, das Verhalten seiner Nutzerin verändert. Genau das ist der Kern dessen, was Medienpädagogik heute unter algorithmischer Verstärkung diskutiert.

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Wahrheit oder Clickbait? Ein Test für Kinder

Die folgende Gegenüberstellung eignet sich als Einstieg für Gespräche zu Hause oder im Unterricht: Auf der linken Seite steht eine nüchterne Zusammenfassung, auf der rechten eine reisserisch zugespitzte Version desselben Ereignisses.

Ereignis Sachliche Meldung Clickbait-Version
Rotkäppchen Ein Wolf täuscht ein Mädchen und dessen Großmutter. Bestialischer Überfall im Wald: War die Kappe zu rot?
Sneewittchen Eine Stiefmutter versucht mehrfach, ihre Stieftochter zu töten. Sie aß nur einen Apfel, was dann geschah, schockiert alle.
Rumpelstilzchen Ein Männchen verlangt im Tausch für seine Hilfe das erste Kind der Königin. Dieses eine Wort rettet ihr Baby, kein Zauberer will, dass du es kennst.

Checkliste für Kinder: Drei Fragen vor dem Klick

  • Ist das Bild oder der Titel übertrieben dargestellt?
  • Fehlt die wichtigste Information absichtlich im Titel?
  • Werden starke Gefühle wie Angst, Neid oder Wut gezielt angesprochen?

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Für Schule und Medienbildung · Klasse 5–10

  • Klasse 5–6: Schreibt zu drei bekannten Märchen jeweils eine sachliche Überschrift und eine Instagram-taugliche Clickbait-Version. Vergleicht in Partnerarbeit, welche Version mehr Neugier weckt und warum.
  • Klasse 7–8: Untersucht anhand der Checkliste fünf echte Online-Schlagzeilen aus einer altersgerechten Nachrichtenquelle. Markiert, welche der drei Säulen des Clickbaits jeweils genutzt wird.
  • Klasse 9–10: Vergleicht die Erstausgabe von 1812 mit der Kleinen Ausgabe von 1825 anhand eines ausgewählten Märchens und diskutiert, welche redaktionellen Entscheidungen den Text publikumswirksamer gemacht haben.
  • Projektaufgabe: Erstellt in Kleingruppen fünf fiktive „Märchen-Schlagzeilen“ für Instagram. Tauscht die Schlagzeilen mit einer anderen Gruppe und prüft gemeinsam mit der Checkliste, welche davon die Wahrheit verdrehen und welche noch vertretbar sind.

Für Seminar und Hausarbeit

Primärtext: Jacob und Wilhelm Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Erstausgabe 1812/1815, hg. von Heinz Rölleke, Reclam (3 Bde.) · Vergleichstext: Charles Perrault, Contes (1697)

Textgeschichte und Editionspolitik: Heinz Rölleke, Die Märchen der Brüder Grimm (2004) · Hans-Jörg Uther, Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm (2008) · Staatsbibliothek zu Berlin, Ausstellungsdokumentation zur Erstausgabe und den Auflagen bis 1857

Autorschaft und Bearbeitung: Jack Zipes, Fairy Tales and the Art of Subversion (1983), zur kulturellen und marktförmigen Funktion von Märchenbearbeitung · Diskussion zur Autorenrolle der Grimms in der germanistischen Forschung

Etymologie: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), Einträge „Aschenputtel“ und „Aschenbrödel“

Medienkompetenz: Einschlägige Materialien zur Erkennung von Clickbait und Fake News für den schulischen Einsatz, etwa Angebote der Landesmedienanstalten

Häufige Fragen zu Clickbait im Mittelalter

In ihrer Arbeitsweise ja: Sie sammelten Stoffe, wählten aus, kürzten, verschärften oder milderten Formulierungen und reagierten auf das Feedback von Kritikern und Lesern. Sie erfanden die Geschichten nicht, aber sie entschieden, wie diese präsentiert wurden, und genau das ist redaktionelle Arbeit im modernen Sinn.
Aschenbrödel war bereits der gängige Titel früherer, an Perraults französisches Original angelehnter Fassungen. Die Brüder Grimm wählten bewusst die niederdeutsche Form Aschenputtel, um ihre Version von den bekannten Übersetzungen abzugrenzen, ein bewusster Akt der Differenzierung auf einem bereits besetzten Markt.
Nein, das ist ein verbreitetes Missverständnis. Der Herr Gevatter (KHM 42) und Der Gevatter Tod (KHM 44) sind zwei eigenständige Märchen, die beide bereits in der Erstausgabe von 1812 enthalten waren. Sie behandeln ein verwandtes Motiv auf unterschiedliche Weise: Das eine hält die Identität des Paten bewusst offen, das andere benennt den Tod von Anfang an im Titel.
Begriffe wie Gold, Teufel, Tod und Rätsel tauchen auffällig oft in Märchentiteln auf. Sie versprechen Reichtum, Gefahr, Sterblichkeit oder eine ungelöste Frage und aktivieren damit dieselben Grundmotive, auf die auch heutige Schlagzeilen setzen.
Die zweibändige Erstausgabe von 1812 und 1815 verkaufte sich schleppend. Erst die 1825 erschienene einbändige Kleine Ausgabe mit 50 ausgewählten, publikumswirksamen Märchen brachte den Durchbruch beim breiten Publikum und legte den Grundstein für die bis heute bekannten Titel.
Die Wissenslücke, die durch einen Titel geöffnet, aber nicht geschlossen wird, emotionale Superlative wie das Schrecklichste oder das Schönste, und die direkte Ansprache der Leserin oder des Lesers. Alle drei Mechanismen lassen sich bereits in klassischen Märchentiteln nachweisen.
Eine einfache Checkliste hilft: Ist das Bild oder der Titel übertrieben? Fehlt die Hauptinformation? Werden starke Gefühle wie Angst oder Neid gezielt angesprochen? Wer diese drei Fragen stellt, erkennt reisserische Aufmachung unabhängig davon, ob sie aus dem 19. Jahrhundert oder aus dem aktuellen Feed stammt.

Quellen: Jacob und Wilhelm Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Erstausgabe 1812/1815 und Kleine Ausgabe 1825 · Heinz Rölleke, Editionsgeschichte der KHM · Staatsbibliothek zu Berlin, Ausstellungsdokumentation zur Erstausgabe · DWDS, Einträge Aschenputtel und Aschenbrödel.